Qualifizierung zum Blickpunkt Auge Berater

Wie wird man Bilickpunkt Auge Berater?

Interessenten wenden sich zuerst an den jeweiligen Landesverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. Hier wird dann ein Informationsgespräch  mit dem Blickpunkt Auge Koordinator geführt. Wenn sich beide Seiten einig sind, wird ein Qualifizierungsvertrag geschlossen, die die Rechte und Pflichten der beiden Parteien regelt. Danach kann die Qualifizierung beginnen.

Die Qualifizierung umfasst die folgende Punkte:

  • zwei einwöchige Seminare (Modul A und B) des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands e.V. (DBSV)
  • ein viertägiges Seminar (Modul C) zu den Blickpunkt Auge spezifischen Inhalten
  • mindestens zwei eintägige BPA-Seminare im Landesverein

Folgende Themenbereiche werden in 140 Stunden geschult:

  1. Fachkompetenz
  • Augenmedizinisches Grundwi
  • Optische und Alltagshilfsmittel
  • Beleuchtung und Kontraste
  • Rehabilitationsmaßnahmen: im Beruf, zu Orientierung und Mobilität, zu Lebenspraktischen Fähigkeiten
  • Sozialrechtliche Ansprüche: Schwerbehindertenausweis und Nachteilsausgleiche, Sehbehindertengeld, Blindengeld, Blindenhilfe, Eingliederungshilfe, BTHG
  • Psychische Verarbeitung von Sehverlust, Situation und Anliegen Neubetroffener
  • Zielgruppe Senioren in der Beratung
  • Freizeitgestaltung für sehbehinderte und blinde Menschen
  • Eltern in der Beratung
  • Zielgruppe Menschen mit weiteren Behinderungen
  1. Methodenkompetenz
  • Gesprächsführung und Beratungstechnik
  • Gestaltung der Beratungssituation
  • Dokumentation und Datenschutz
  • Netzwerkaufbau und -pflege
  • Methodik der kollegialen Beratung

Das Zertifikat, welches die Tätigkeit als Blickpunkt Auge Berater ermöglicht, erhält man wenn:

  • alle Seminare absolviert wurden oder der Erwerb der Kompetenzen alternativ nachgewiesen wurden,
  • mindestens zwei Hospitationen in Blickpunkt Auge Beratungen durchgeführt wurden,
  • eine eigene Beratung unter Anwesenheit eines Blickpunkt Auge Beraters durchgeführt und darüber ein Auswertungsgespräch geführt wurde, dass das Vermögen zur Beratung nachweist.

Haben Sie Interesse, dann schauen Sie doch mal auf der Blickpunkt Auge Webseite nach dem Ansprechpartner in Ihrer Region.

Qualifikation zur Elternbegleiterin

Die Qualifizierung zur Elternbegleiterin / zum Elternbegleiter wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und erfolgt nach einem einheitlichen fachlich geprüften Curriculum im Rahmen eines dreiwöchigen Kurses und schließt mit einem Zertifikat ab.

Im Rahmen der Qualifizierung werden Handlungskompetenzen in der Begleitung und Beratung von Familien zu kindlichen Bildungs- und Entwicklungsprozessen und im Bereich der Alltagsbildung erweitert. Zudem werden Kompetenzen im Hinblick auf die Reflexion des pädagogischen Handelns und der eigenen Rolle gestärkt.

Die Qualifizierung umfasst insgesamt 190 Unterrichtsstunden, die Präsenzzeiten und Selbstlernphase mit Abschlussarbeit und Netzwerkrecherche umfasst. Die Inhalte sind in drei Module unterteilt und vermitteln anwendungsbezogenes Wissen aus pädagogischer, psychologischer und soziologischer Perspektive und stärken die Handlungskompetenzen im Bereich der Beratung, Diagnostik und Netzwerkarbeit.

  1. Bildung im KindesalterVoraussetzung von Bildungsprozessen; Bildung im Alltag; Bildungsübergänge; Ungleiche Bildungschancen; Bildungsinstitutionen und Bildungssysteme
  2. Fallverstehen und ElternbegleitungTheorie zu Beratung und Kommunikation; Rolle und Haltung der Elternbegleiterin bzw. des Elternbegleiters; Wirksame Elternberatung; Vernetzte Elternarbeit; Selbstvermarktung und Vernetzung
  3. Familie: Partnerschaftlichkeit und WohlergehenLebenslagen und Lebenswelten von Familien; Kindliche Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehung; Erziehungsalltag und handlungsorientierte Hilfen

Des Zertifikats zur ElternbegleiterIn “Elternchance ist Kinderchance” erhält man nach Beendigung der drei Kurswochen und durch die Präsentation einer Abschlussarbeit.

Pressemitteilung Beratungsstelle Blickpunkt Auge

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Menschen, die von einer schwerwiegenden Augenerkrankung, wie beispielsweise der altersabhänigen Makula-Degeneration (AMD), einer diabetischen Netzhauterkrankung oder dem Grünen Star (Glaukom) betroffen sind, stehen vor einer besonders schwierigen Lebenssituation. Sie suchen nach Informationen zu ihrer Erkrankung und zu Behandlungsmöglichkeiten. Kommt es trotz des medizinischen Fortschritts zu einem Sehverlust, fürchten Betroffene, ihre Selbstständigkeit zu verlieren und auf Hilfe angewiesen zu sein. Mit Sehverlust ist hier keinesfalls der völlige Verlust des Sehvermögens gemeint. Auch das Fehlen von 20 oder 40 Prozent des Sehvermögens kann als dramatischer Verlust erlebt werden.

Für alle Betroffenen, deren Angehörige oder Fachleute bietet die Beratungsstelle „Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust“ im Mehrgenerationenhaus in Lauda eine Anlaufstelle. Mit Carolin Mischke, steht den Hilfesuchenden eine qualifizierte Beraterin zur Seite, die sie in allen mit der Augenerkrankung verbundenen Themen, zum Beispiel zum Krankheitsbild, zum Umgang mit der Erkrankung, zu alltagserleichternden Hilfsmitteln oder zu Sehhilfen, informiert und berät. Ebenso werden Betroffene über ihre rechtlichen und finanziellen Ansprüche aufgeklärt. Sie ist ehrenamtlich tätig und selbst von einer Augenerkrankung betroffen, sodass sie die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen gut verstehen kann.

Die Beratungsstelle „Blickpunkt Auge“ ist immer donnerstags von 9 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Sie erreichen Carolin Mischke telefonisch unter 09343 7093023 oder per Mail c.mischke@blickpunkt-auge.de.

Weitere Informationen über das kostenfreie Angebot des BSV Württemberg e.V. finden Sie unter www.blickpunkt-auge.de

Blickpunkt Auge Beratungsstelle und Bürgertreff Mehrgenerationenhaus Lauda-Königshofen beteiligten sich am verkaufsoffenen Sonntag

Lehrmeister, Lebenshelfer und mehr – wie Smartphone und Tablet den Alltag erleichtern!

„Chancen sehen“ – das diesjährige Motto der bundesweiten Woche des Sehens bot sich für Senioren, Menschen mit Sehverlust und Flüchtlinge an, da es die Arbeit des Mehrgenerationenhauses wiederspiegelt.

Zahlreiche Besucher verfolgten den Vortrag zum Thema:  „Nutzung von Smartphone und Tablet“. Klaus Kempf von der Firma comacs aus Würzburg informierte sehr ausführlich über die Möglichkeiten, wie man mit diesen Geräten den Alltag besser gestalten kann. Sowohl für Senioren als auch für Menschen mit Sehverlust können Smartphone und Tablet beitragen ein selbstbestimmtes, barrierefreies und mobiles Leben selbständig zu führen. Die unterschiedlichen Demogeräte von IPhone 6s, 7, 7plus bis IPad minni, air und pro wurden von den Besuchern getestet. Außerdem  standen Herr Kempf und seine Kollegin Birgit Wibald für persönliche Beratung  zur Verfügung.

Auch Kaffee, Kuchen, Tee aus dem Samowar und vor allem die pikanten und süßen syrischen Spezialitäten lockten die Besucher ins Mehrgenerationenhaus.

Auf Augenhöhe auch mit Sehverlust

Im Rahmen der Woche des Sehens wurde am Sonntag, dem 11.10.2015 ein Dunkelgottesdienst mit dem Spontanchor Boxberg gefeiert. Der Dunkelgottesdienst unter dem Motto “Ohne zu sehen, hört man genauer hin” fand um 16:30 Uhr in der evangelischen Friedenskirche Lauda statt. Mit Hilfe von Schlafmasken oder Simulationsbrillen erlebten die zahlreichen Besucher einen außergewöhnlichen Gottesdienst, bei dem man in die Welt von blinden und sehbehinderten Menschen eintauchte.  Die Gospelsongs des Spontanchors wurden zur Atempause für die Seele, da man sich nicht von den vielen visuellen Reizen ablenken ließ. Pfarrer Lenz und die weit über 100 Besucher drägten in anschließenden Gesprächen auf eine Wiederholung der Veranstaltung.

Vorträge und Hilfsmittelausstellung bei Blickpunkt Auge im Mehrgenerationenhaus

Im Rahmen der Woche des Sehens lud die Beratungsstelle Blickpunkt Auge,  die Pro Retina Regionalgruppe Unterfranken und das Mehrgenerationenhaus Lauda am verkaufsoffenen Sonntag, den 11.10.2015 ins Mehrgenerationenhaus ein. Dort fand unter dem Motto: “Auf Augenhöhe – auch mit Sehverlust” eine Hilfsmittelausstellung und mehrere Vorträge statt. In diesem Rahmen wurde Frau Sabine Backmund als neue Koordinatorin für Blickpunkt Auge Württemberg, im Beisein der Vorsitzenden des BSV Württemberg Frau Angelika Moser, offiziell vorgestellt. Die Leiterin der Beratungsstelle Blickpunkt Auge Frau Carolin Mischke und Frau Sabine Backmund, machten auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen aufmerksam und gaben Tipp für den besseren Umgang miteinander.

Die Firma Baum Retec und  Optik Hahn stellten die neusten elektronischen und optischen Sehhilfen vor. Frau Gretel Schmitz-Moormann, Sprecherin für die Belange von AMD-Betroffenen der Pro Retina, zeigte in Ihrem Vortrag Wege auf mit der Augenerkrankung Altersabhänige Makuladegeneration (AMD) umzugehen und den Alltag selbstständig zu bewältigen. Das Mehrgenerationenhaus bot selbstgebackene Kuchen, der Bezirksgruppenmitglieder an, so dass man die vielen Informationen bei Kaffee und Kuchen verdauen konnte. Allen Mitgliedern vielen Dank für die Unterstützung an diesem Tag. Auch für die Blickpunkt Auge Beratungsstelle war dies eine gelungene Veranstaltung, die durch Termine für Beratungsgespräche auch schon Früchte trägt.

Allen Mitwirkenden und Helfern ein herzliches Dankeschön!

Carolin Mischke

Vorstand beim BSV Württemberg neu gewählt

Am 27. und 28.06.2015 fand im KVJS Tagungszentrum Herrenberg/Gültstein die Delegiertenversammlung des Blinden- und Sehbehindertenverbands Württemberg e.V. statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Wahlen des Vorstands.

Die 20 Wahlgänge liefen reibungslos in knapp einer Stunde ab. Frau Angelika Moser wurde als Vorsitzende mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Auch Winfried Specht wurde mit 99% der Stimmen in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Als Beisitzer wurden Andrea Berghammer, Simone Degler, Arne Jöns, Carolin Mischke und Gerd Widmann gewählt. Ein großes Lob geht an die Mitarbeiterinnen der Verbandsgeschäftsstelle, die die Wahl perfekt vorbereitet haben. Vielen Dank! Wir möchte auch allen Delegierten für eine sehr gute und konstuktive Delegiertenversammlung danken. Wir freuen uns auf die nächste Versammlung.

Artikel im DBSV Jahrbuch Weitersehen 2015

E-Learning – Lernen mal anders

Viele werden sich jetzt fragen, was ist das? Der Begriff E-Learning beschreibt das Lernen von bestimmten Inhalten im Internet. Auch der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) nutzt seit 2012 eine ATutor E-Learning Plattform im Rahmen der Beraterqualifikation. Diese Lernplattform und meine Tätigkeit beim DBSV möchte ich Ihnen vorstellen. Mein Name ist Carolin Mischke, ich bin Diplom Pädagogin und ich betreue die Lernplattform www.lernen.dbsv.org des DBSV seit Dezember 2013. Selbstbetroffene ehren- und hauptamtliche Berater werden durch Seminare für ihre Arbeit in den Landesvereinen qualifiziert. Hierfür wurden in einem Beratungshandbuch Standards festgelegt, die eine einheitliche Beratungsqualität garantiert. Zu den folgenden Inhalten werden die Berater geschult:

  • Grundlagenwissen Augenmedizin
  • Unterstützung bei der Behinderungsbewältigung
  • Auswahl und Versorgung mit Sehhilfen (Low Vision)
  • Zugang zu Sozialleistungen
  • Umgang mit Assistenzpersonen/Angehörigen
  • berufliche Rehabilitation
  • Beratung zur Freizeitgestaltung
  • Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern und Kinder
  • Menschen mit weiteren Behinderungen
  • Praxis der Gesprächsführung (Beratungskompetenz)
  • Nachteilsausgleiche für Blinde und Sehbehinderte
  • Rehabilitation zur Bewältigung des Alltags (LPF, O&M, Hilfsmittel)
  • Dokumentation und Datenschutz

Die Inhalte werden in zwei einwöchigen regelmäßig angebotenen Beraterseminaren vermittelt. Eine weitere Möglichkeit sich diese Themen zu erarbeiten, bietet die Lernplattform www.lernen.dbsv.org, welche für blinde und Sehbehinderte Nutzer gut bedienbar ist. Hier werden im Moment neun Kurse angeboten. Das sind die Kurse: Augenmedizin, DBSV und seine Geschichte, Dokumentation und Datenschutz, Freizeitgestaltung, Guter Rat bei den Blinden- und Sehbehindertenvereinen in Deutschland, Kinder/Frühförderung.., Psychische Verarbeitung bei Sehverlust, Recht, Rehabilitation zur Bewältigung des Alltags. Sie werden sich fragen wie funktioniert das und was brauche ich dafür? Sie brauchen einen Computer (PC, Laptop oder Tablet) und einen Internetanschluss. Wenn das vorhanden ist, kann es auch schon los gehen. Sie öffnen in Ihrem Browser die Webseite www.lernen.dbsv.org. Auf dieser Seite können Sie sich anmelden oder wenn Sie neu beginnen möchten, sich registrieren.  Danach sehen Sie eine Auflistung aller Kurse, in die Sie sich einschreiben können. Die Kurse sind wie folgt aufgebaut. Auf der Startseite, course home genannt, befindet sich eine Einleitung und ein Inhaltsverzeichnis, welches verlinkt ist, so dass man von hier aus auf die Inhaltsseiten springen kann. In den jeweiligen Kapiteln steht der zu lernende Inhalt. Beispielsweise der Aufbau des Auges oder die Satzung des DBSV. Um das gelernte zu überprüfen, werden Aufgaben gestellt, die man entweder in einem Forum beantwortet oder als Quiz löst. Wenn der Kurs durchgearbeitet wurde und alle Aufgaben erfolgreich absolviert wurden, bekommt man dafür eine Teilnahmebescheinigung. Derzeit gibt es 169 Nutzer dieser Plattform. Bis jetzt wurden insgesamt 124 Kurse abgeschlossen. Diese Lernplattform bietet einem sehbehindertem oder blinden Menschen, der sich ehrenamtlich in seinem Landesverein engagieren möchte, die Möglichkeit sich fortzubilden. Man kann lernen wo, wann und wie es die eigene Zeit erlaubt. Das E-Learning dient der Erarbeitung oder der Vertiefung, der wichtigsten Themen aus dem Beraterhandbuch. Allerdings gibt es auch Themen, die man nicht durch E-Learning vermitteln kann, wie das praktische Üben von Gesprächsführung. Deshalb hat der DBSV in diesem Jahr erstmalig ein Blendedlearningseminar, also eine Kombination aus E-Learning und Präsenzseminar angeboten, bei dem die ersten elf Absolventen geschult wurden.

Bei Interesse können Sie mich telefonisch unter 030 285387163 oder per E-Mail c.mischke@dbsv.org erreichen.

Auch ohne Sehen fast normal leben

Lauda: Im Rahmen der Woche des Sehens fand im Mehrgenerationenhaus in Lauda eine Informationsveranstaltung zum Thema “Sehverlust = Arbeitsplatzverlust” und eine Hilfsmittelausstellung statt.

Schirmherr Bürgermeister Thomas Maertens eröffnete die Veranstaltung und lobte das große ehrenamtliche Engagement im Mehrgenerationenhaus und in der Beratungsstelle “Blickpunkt Auge”. Des Weiteren hob er hervor, dass Inklusion im Kleinen beginne und diese in den beiden Einrichtungen sehr gut praktiziert werde. Nach der Begrüßung durch die Leiterin der Beratungsstelle, Carolin Mischke, konnten sich Maertens und Jürgen Umminger, Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung, selbst einmal in die Situation eines Blinden und Sehbehinderten versetzten. Mit einer Simulationsbrille die eine starke Sehbehinderung demonstriert, konnten beide das Empfinden eines Sehbehinderten im Alltag testen. Die Rehabilitationslehrerinnen Martina Hickisch und Ingeborg Brendel zeigten Maertens, wie Blinde und Sehbehinderte sich im Straßenverkehr orientieren.

Im Verlauf der Veranstaltung gab es weitere Vorträge zu den beruflichen Perspektiven von sehbeeinträchtigten Personen. Auch die Frage, “was passiert, wenn man einen plötzlichen Sehverlust im Laufe des Lebens erleidet?”, wurde beantwortet. Die Ausstellung von Hilfsmitteln für den alltäglichen Bedarf, beispielsweise sprechende Uhren, sprechende Küchenwaagen, taktile Gesellschaftsspiele oder das Arbeiten mit Kontrasten, zeigte den zahlreichen Besuchern, dass ein Leben mit Sehverlust fast normal gelebt werden kann.

Ein weiterer Höhepunkt war der Smartphone-Vortrag von Hellmuth Platz (Rehabilitationslehrer am Berufsförderungswerk Würzburg). Er zeigte, wie das Smartphone den Alltag eines Blinden oder Sehbehinderten erleichtern kann. Dieses Gerät beinhaltet eine Sprachausgabe und für sehbehinderte Nutzer eine Vergrößerungsfunktion. Anwendungen wie Farberkennung, Geldscheinerkennung oder eine Lupenfunktion machen das Smartphone zum “Schweizer Taschenmesser für Blinde und Sehbehinderte”, erläuterte Platz.

Sehbehindertentag 2014

LAUDA Am Freitagnachmittag, den 06.06.2014 fand im Mehrgenerationenhaus eine Informationsveranstaltung zum Thema “Wie das Smartphone auch Ihr Leben erleichtern kann!” statt. Diese Veranstaltung zeigte den ca. 20 Teilnehmern wie einfach die Bedienung eines Smartphones ist. Frau Carolin Mischke, Leiterin der Beratungsstelle Blickpunkt Auge, begrüßte die Gäste und erklärte, dass der bundesweite Sehbehindertentag mit den verschiedenen Aktionen auf die Belange blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam mache. In diesem Jahr wurde der Schwerpunkt auf Smartphones gelegt, da diese mittlerweile auch für Menschen mit einer Seheinschränkung bedienbar sind. Was ist ein Smartphone, wie unterscheidet es sich von einem Tastenhandy, welche Arten von Smartphones gibt es und wie wird es bedient, waren Fragen, die der blinde Smartphoneberater Markus Quenzer in seinem Vortrag beantwortete. Da die Teilnehmer aus Smartphonenutzern, sehbeeinträchtigten Neulingen und sehenden Smartphoneintessenten bestanden, wurden diese in die jeweiligen Gruppen eingeteilt. So konnten die unterschiedlichen Bedürfnisse jedes Einzelnen berücksichtigt werden. Zu den Teilnehmern gehörten auch die Augenärztin Franziska Heller und die Rehabilitationslehrerin Martina Hickisch, die die Vorteile der Smartphones für sehbeeinträchtigte Menschen kennen und diese in Ihre Arbeit einbeziehen. Alles in allem war es eine rundum gelungene Veranstaltung, auch durch die Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus.

Tag der Offenen Tür der Blickpunkt Auge Beratungsstelle im Mehrgenerationenhaus in Lauda

Lauda Im Rahmen der Woche des Sehens fand am Dienstag, den 15.10.2013 ein Tag der Offenen Tür mit Hilfsmittelausstellung und Augenarztvortrag der Blickpunkt Auge Beratungsstelle im Mehrgenerationenhaus des Main-Tauber-Kreises statt. Die diesjährige Woche des Sehens stand unter dem Motto „Einblick gewinnen!“, davon konnten sich ca. 100 Besucher an diesem Tag überzeugen.  Ab 12 Uhr standen die Optiker Krantz (Optik Hahn, Tauberbischofsheim), Optikerin Stoof (Lauda), Optiker Traut (Bad Mergentheim) und Herr Günther von der Firma Reinecker Vision, für die Fragen der Besucher zur Verfügung und erklärten die unterschiedlichen Hilfsmittel, wie Lupen, Kantenfilterbrillen oder Bildschirmlesegeräte. Bei Kaffee und Kuchen, den die Schüler der Florian-Geyer-Schule servierten, wurde sich rege über die Thematik ausgetauscht. Am Nachmittag referierte Frau Franziska Heller (Fachärztin für Augenheilkunde) über „Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), Glaukom und Katarakt – Ursachen von Seheinschränkungen und ihre Therapiemöglichkeiten“. In diesem Vortrag wurden die typischen altersbedingten Augenerkrankungen erklärt. Frau Heller beschrieb die Auswirkung auf das Sehen und die Therapiemöglichkeiten die es gibt. In Anschluss daran nahm sich Frau Heller Zeit die zahlreichen Fragen ausführlich zu beantworten.

Die Blickpunkt Auge Beraterin Frau Carolin Mischke informiert und berät zu allen mit der Augenerkrankung verbundenen Themen, zum Beispiel zum Krankheitsbild, zum Umgang mit der Erkrankung, zu alltagserleichternden Hilfsmitteln oder zu Sehhilfen. Die Beratung findet jeden Donnerstag von 09:00 Uhr – 12:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Lauda-Königshofen statt.